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The process is the message

Die Intermedia Kompositionen sind künstlerische Settings, die nicht exakte Reproduktion intendieren, sondern Potenzial für präzise Prozessarbeit bieten. Son-Icons Raumpartituren und die Interaktion Notation IAN ermöglichen Kollaboration auf Augenhöhe und ständige Weiterentwicklung für alle Beteiligten. (Siehe auch Son-Icons-Visual Music)

Oft sind die Prozesse jedoch bereits im Gange. Durch künstlerische Übersetzungen werden diese mehrdimensional sicht- und hörbar: Das Steigen der Fluten im Atlantik, Schmelzen und Rückzug des Rhônegletschers, Annäherung an einfachste Lebewesen wie Plankton etc. Diese Projekte haben ihre eigenen Zeiten, Dramaturgien und Prozessverläufe. Oft sind Langzeitprojekte entstanden, die mehr als ein Jahrzehnt oder bis heute andauern.


Langzeitprojekt im Rhônegletscher

Work in Process seit 1998

Der jährlich ins Eis getriebene Stollen wird zum Resonanzkörper für die Solo-Performances. Jahr für Jahr verkürzt dieser sich um einige Meter.
Gletscherschmelzen wird hörbar. Jährliche Performances im Gletscher und Uraufführung an den Tage für Neue Musik Zürich 1998.
CD-dvd MauerRaum WandRaum  

The Vanishing Blue: Mit Wasser live gemalte Son-Icons verdunsten und verschwinden während der Performance. Verschwinden wird sinnlich erlebbar.
Uraufführung: Staatsoper Stuttgart März 2020.


In den Fluten des Atlantik

Work in Process 2005-2010

Der Körper wird immer leichter, die Bewegungen brauchen immer mehr Kraft, die Energie des steigenden Atlantik zieht in die Weite. Diese fünfstündige Performance für Stimme und Viola ist erhebende Erfahrung und Grundlage für die solo CD Slipway to Galaxies.


Annäherung an Daphnia Magna

Cross-Science Projekt 2006-2008

Daphnia Magna reagieren auf Umwelteinflüsse äusserst sensibel und mit einem fast unerschöpflichen Repertoire an Bewegungsmöglichkeiten. Im Zusammenhang mit akustischer Wasserverschmutzung besagen Studien, dass Plankton vermehrt aggressives und selbstzerstörerisches Verhalten zeigt. Im Cross-Science Projekt mit dem Biologen Dr. Michael Grüter interagiert und spielt Hug mit Viola über mehrere Jahre eine grosse Vielfalt von schwingenden, pulsierenden Klängen für Daphnien. Diese Klänge werden über hochsensible Schall-Transmitter ins Wasser geleitet und animieren die Kleinstlebewesen zu Wassersaltos und verschiedensten «Tänzen». Die Reaktionen der Daphnien beeinflussen wiederum die Musik.